Rettungsassistenzsystem für Katastropheneinsätze




Systembeschreibung

Ein Mangel an Informationen über Verletzte und vorhandene Ressourcen erschwert es den Einsatzleitern in einem Massenanfall von Verletzten fundierte Entscheidungen zu treffen. Um dieses Problem zu lösen musste der Informationsfluss zu- und von der Einsatzleitung deutlich erhöht werden.

Sprechfunk ist zur Erteilung von Anweisungen oder zur Koordination von Rettungskräften sehr gut geeignet. Allerdings ist die Informationsbandbreite stark beschränkt und die Aufnahmefähigkeit der Einsatzleiter begrenzt. Es gilt also den Sprechfunk zu entlasten und dennoch die Gesamtmenge der zur Verfügung stehenden Informationen zu erhöhen. Die von uns gewählte Lösung ist digitale Datenübertragung über verschiedene Funksysteme.



Informationen müssen nicht nur übertragen sondern auch erfasst werden. Notärzte wurden mit GPS-Empfängern ausgestattet die zum Beispiel am Helm befestigt werden können. Positions- und Vitaldaten von Verletzten können von Sensoren deutlich leichter, schneller und genauer gemessen werden als von Menschen. Hierfür wurde eine nicht-invasive Sensoreinheit entwickelt die Blutdruck, Puls und Blutsauerstoffgehalt messen kann.

Der Notarzt kann mit der Notarzteinheit Daten zur Person (Altersklasse, Triage, Position, ...) und zum Gesundheitszustand (Puls, Blutdruck, ...) eines Verletzten einsehen und teilweise verändern. So hat er die Möglichkeit sich auf die notwendige Behandlung zu konzentrieren ohne selbst Vitaldaten bestimmen zu müssen. Erfasste Daten werden auf der Verletzteneinheit gespeichert und automatisch an die Einsatzleitung übertragen. Die Einsatzleitung kann die Notärzte koordinieren indem sie auf dringend hilfsbedürftige Verletzte hinweist oder Sammelstellen einrichtet.

Um die dynamische Integration der verschiedenen Komponenten zu ermöglichen wurde auf die DAiSI-Middleware, die an der TU-Clausthal entwickelt wurde, zurückgegriffen. Sie kann zur Systemlaufzeit Komponenten integrieren und in Abhängigkeit von den zur Verfügung stehenden Komponenten ihr Laufzeitverhalten anpassen. Laufzeittests zur Komponentenintegration erhöhen die Verlässlichkeit des integrierten Systems.



Zuletzt geändert 15.04.2011, 10:02


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